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Die Welt eines Demenzkranken verstehen lernen

Demenzielle Erkrankungen haben zur Folge, dass die eigene Identität immer mehr verloren geht. Wenn man sich das Gedächtnis eines Demenzkranken als Bibliothek vorstellt, in der es für jedes Jahr des Lebens ein Buch gibt, so werden zunächst die Bücher der der Erkrankung vorausgehenden Lebensjahre gelöscht. So ist es erklärlich, dass der Tod des Ehepartners oder die Heirat der Enkel nicht mehr präsent sind.


Mit Fortschreiten der Demenz verschwinden dann immer mehr „Jahrgangsbände“. Der Erkrankte befindet sich gedanklich in früheren Lebensphasen und muss daher zur Arbeit, sich um seine Kinder kümmern oder seine Eltern suchen. In diesem Stadium kann es dann auch passieren, dass weder das eigene Spiegelbild noch die Bezugspersonen mehr erkannt werden, da Fremd- und Selbstbild nicht mehr übereinstimmen.


Um die Welt eines Demenzkranken verstehen zu lernen, kann es hilfreich sein, sich die folgenden Fragen zu stellen:

Wie geht es mir eigentlich, wenn...

  • ich nicht weiß, was man von mir will
  • ich etwas Wichtiges nicht mehr finden kann
  • ich verzweifelt bin und Angst habe
  • ich in fremder Umgebung die Orientierung verliere und mich nicht verständigen kann
  • man mich bei einer Tätigkeit unterbricht
  • man mich nicht ausreden lässt
  • man mich auf einen Fehler aufmerksam macht
  • man auf meine Worte und Signale nicht reagiert
  • man mich erziehen will
  • ...

Ihre Ansprechpartnerinnen in der Ökumenischen Zentrale:

Iris Lehmann

Iris Lehmann
Tel.: (0 23 04) 93 93-92

Heike Messer

Heike Messer
Tel.: (0 23 04) 93 93-93